🧬Eine Molekül, Hunderte von Varianten
Terpene sind flüchtige Kohlenwasserstoffe aus der großen Familie der Isoprenoide. Ihre Grundeinheit ist das Isopren, ein kleines Molekül mit der Formel C₅H₈, das die Pflanze wie Legobausteine zusammensetzt.
Je nach Anzahl der zusammengesetzten Einheiten unterscheidet man:
- Mono-Terpene (2 Einheiten, 10 Kohlenstoffatome) — die flüchtigsten und aromatischsten: Myrcen, Limonen, Pinen, Linalool…
- Sesqui-Terpene (3 Einheiten, 15 Kohlenstoffatome) — schwerer und langlebiger: Caryophyllen, Humulen.
- Di- und Tri-Terpene (4–6 Einheiten) — weniger aromatisch, aber strukturell bedeutsam: Hier finden sich zum Beispiel die Vorläufer der Cannabinoide.
Wenn ein Terpen oxidiert oder verändert wird (Alkohol-, Aldehyd-, Ketongruppe…), wird es technisch gesehen zu einem Terpenoid. Linalool ist streng genommen zum Beispiel ein Terpenoid. Im alltäglichen Sprachgebrauch verwendet man „Terpen" für beide Gruppen gleichbedeutend — so halten wir es auch hier.
Im Cannabis wurden bereits über 200 verschiedene Terpene identifiziert. In der Praxis dominieren jedoch 8 bis 10 davon das jeweilige Profil deutlich — genau diese findest du in unserem Quiz und unseren Spider-Charts.
Ein und dasselbe Terpen kann in mehreren Formen (Enantiomere) existieren, die unterschiedlich riechen. D-Limonen riecht nach Orange, L-Limonen nach Terpentin. Die Pflanze synthetisiert überwiegend die „angenehmen" Formen.
