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Laut einer Studie[1], die 2024 in der Fachzeitschrift Obstetrics & Gynecology veröffentlicht wurde, geben 20 % der befragten Schwangeren an, während ihrer Schwangerschaft Cannabidiol (CBD) zu verwenden. Das Ziel: Beschwerden lindern, die ihren Alltag beeinträchtigen – wie Übelkeit, Schlaflosigkeit, Angst oder Schmerzen. Auch wenn CBD als sichere Option zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens gilt, gibt es dennoch Anwendungshinweise zu beachten – insbesondere für Schwangere und das ungeborene Kind. Hier erfährst du, was du wissen solltest, wenn du darüber nachdenkst, es zu verwenden.

Warum wird CBD während der Schwangerschaft nicht empfohlen?

Aus Vorsichtsgründen raten Gesundheitsbehörden Schwangeren von der Verwendung von CBD ab. Hier sind die Gründe dafür.

Die Wirkung von CBD während der Schwangerschaft ist noch nicht vollständig erforscht

Die Verwendung von CBD in der Schwangerschaft ist unter Forschenden und Fachleuten nach wie vor umstritten. Derzeit gibt es zu wenige wissenschaftliche Studien, die Aufschluss über die Risiken und unerwünschten Wirkungen von CBD auf die Entwicklung des Kindes geben. Zudem wird Cannabis (das auch THC enthält, eine regulierte psychoaktive Substanz) mit einem erhöhten Risiko für Frühgeburten und Totgeburten in Verbindung gebracht[2].

Es bestehen Risiken für Fehlbildungen

Im Körper interagiert CBD mit Rezeptoren, die mit dem zentralen Nervensystem der konsumierenden Person verbunden sind. Das Risiko während der Schwangerschaft? Dass es auch auf das sich noch in der Entwicklung befindliche Gehirn des Fötus einwirken könnte. In einer wissenschaftlichen Studie[3] aus dem Jahr 2019 an Ratten führte eine hohe CBD-Dosis zu Auffälligkeiten beim Fötus – darunter geringes Geburtsgewicht, Herzprobleme und Beeinträchtigungen der Gehirnentwicklung.

Nicht alle CBD-Produkte sind unbedenklich

Manche unseriösen Anbieter verkaufen Produkte, deren Zusammensetzung nicht immer dem entspricht, was auf dem Etikett steht. Sie können Schadstoffe enthalten (Pestizide, Schwermetalle) oder einen THC-Gehalt aufweisen, der über dem gesetzlichen Grenzwert liegt. Eine zuverlässige Möglichkeit zur Überprüfung besteht darin, sicherzustellen, dass der Anbieter seine Produkte von einem unabhängigen Labor analysieren lässt. Bei cb'dé beispielsweise werden unsere Produkte von einem externen Labor gegengeprüft, und ihre Reinheit wird durch ein Analysezertifikat bestätigt.

Welche sanften Alternativen zu CBD gibt es während der Schwangerschaft?

Zur Linderung von Schwangerschaftsbeschwerden gibt es sicherere natürliche Alternativen zu CBD.

Bei Angstzuständen:

- Pränatales Yoga, Spazierengehen oder sanftes Dehnen: um Stress abzubauen und den Körper auf die Geburt vorzubereiten.

- Tiefatemübungen, Meditation.

- Darüber reden – mit Vertrauten, einer Therapeutin oder einem Therapeuten oder einer Selbsthilfegruppe.

- Beruhigende Kräutertees (Kamille, Melisse …): Achtung bei Kräutern, die in der Schwangerschaft nicht empfohlen werden.

Bei Schmerzen:

- Pränatale Massagen, lauwarme Bäder.

- Schwangerschaftsgürtel zur Entlastung der Muskulatur.

- Warme oder kalte Kompressen bei Migräne.

- Ausreichend trinken.

Bei Schlafstörungen:

- Das Schlafzimmer kühl, dunkel und ruhig halten.

- Am Abend auf Koffein verzichten.

- Einschlaffördernde Kräutertees: Lavendel, Orangenblätter, Kamille.

- Ein lauwarmes Bad.

Bei starken Schmerzen während der Schwangerschaft gibt es verschreibungspflichtige Medikamente, die als unbedenklich eingestuft werden. Zögere nicht, eine Hausärztin oder einen Hausarzt, eine Hebamme oder eine Gynäkologin bzw. einen Gynäkologen zu Rate zu ziehen.

CBD während der Stillzeit verwenden: Ist das sicherer?

Nein, auch nach der Schwangerschaft ist von CBD abzuraten. Es handelt sich um eine fettlösliche Substanz, d. h. sie löst sich leicht in Fetten. Während der Stillzeit kann CBD in die Muttermilch übergehen und so auf das Kind übertragen werden.

Auch bei CBD-Cremes ist während der Schwangerschaft oder Stillzeit Vorsicht geboten. Nach der Aufnahme über die Haut kann CBD ebenfalls ins Blut übergehen und auf den Fötus übertragen werden.

Quellen:

[1] Bhatia, D., Battula, S., Mikulich-Gilbertson, S., Sakai, J., & Hammond, D. (2024). Cannabidiol-Only Product Use in Pregnancy in the United States and Canada: Findings From the International Cannabis Policy Study. Obstetrics and gynecology, 144(2), 156–159. https://doi.org/10.1097/AOG.0000000000005603

[2] https://www.ccsa.ca/sites/default/files/2022-05/CCSA-Cannabis-Use-Pregnancy-Breastfeeding-Report-2022-fr.pdf

[3] Huestis, M. A., Solimini, R., Pichini, S., Pacifici, R., Carlier, J., & Busardò, F. P. (2019). Cannabidiol Adverse Effects and Toxicity. Current neuropharmacology, 17(10), 974–989. https://doi.org/10.2174/1570159X17666190603171901

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