Auch interessant: Alles über CBD Warum unterscheiden sich CBD und CBG? CBD gilt als wichtiges Cannabinoid, während CBG als Nebencannabinoid eingestuft wird. Das bedeutet schlicht: Die Cannabispflanze enthält deutlich mehr CBD als CBG. Doch das ist nicht alles: CBD und CBG haben unterschiedliche Molekülstrukturen – das heißt, die Atome, aus denen sie bestehen, sind verschieden angeordnet. Und genau diese Molekülstruktur beeinflusst, wie sich die jeweilige Verbindung im Körper verhält. Beide interagieren zwar mit den CB1- und CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems, tun dies aber auf leicht unterschiedliche Weise – weshalb jedes der beiden seine eigenen spezifischen Eigenschaften besitzt. Zur Erinnerung: Das Endocannabinoid-System spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung physiologischer Funktionen wie Stress, Immunreaktionen, Schmerzverarbeitung und vielem mehr. Welche Vorteile hat CBG gegenüber CBD? Anders als CBD rückt CBG erst seit Kurzem ins Blickfeld und wurde bislang noch nicht ausreichend erforscht. Aufgrund ihrer ähnlichen molekularen Struktur geht man davon aus, dass CBG und CBD vergleichbare Wirkungsprofile haben – etwa bei der Unterstützung bei Stress und Angstgefühlen sowie bei Entzündungsreaktionen. CBG könnte jedoch auch Eigenschaften besitzen, die ihm ganz eigen sind. Auf Basis der bislang vorliegenden Ergebnisse könnten potenzielle Vorteile Folgendes umfassen: - Anregung des Appetits[2]. - Unterstützung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen: durch Abschwächung der Entzündungsreaktion im Darm[3]. - Neuroprotektive Eigenschaften: Präklinische Studien deuten darauf hin, dass CBG stärkere neuroprotektive Effekte zeigen könnte als CBD. Zur Erinnerung: Neuroprotektiva sind Substanzen, die Nervenzellen vor Degeneration schützen – etwa durch Alter, oxidativen Stress, Traumata oder genetische Veranlagung. - Antibiotische Eigenschaften[4] – insbesondere gegen bestimmte Bakterienstämme wie methicillinresistenter Staphylococcus aureus (MRSA). - Antikarzinogene Eigenschaften[5][6]. CBG könnte damit interessant sein bei bakteriellen Infektionen oder Appetitverlust. Die aktuellen Studien sind vielversprechend, reichen jedoch noch nicht aus, um die Wirkungsweise von CBG im Körper vollständig zu verstehen. Weitere Forschung – insbesondere klinische Studien am Menschen – ist notwendig. CBG und CBD: Warum sie kombinieren? Da CBG in der Cannabispflanze nur in sehr geringen Mengen vorkommt, ist es selten und entsprechend teurer. Deshalb wird es üblicherweise mit anderen Cannabinoiden kombiniert. Das könnte sich in den kommenden Jahren aber ändern, denn Forschung und Innovation ermöglichen die Entwicklung neuer Cannabissorten mit gezielt erhöhten Konzentrationen eines bestimmten Cannabinoids (CBD, CBG, THC usw.). Vor allem aber lässt sich durch die Kombination von Cannabinoiden deren Wirkung optimieren – das nennt man den „Entourage-Effekt". CBG und CBD ergänzen sich in ihren Eigenschaften und interagieren auf unterschiedliche Weise mit dem Endocannabinoid-System. Ihre Kombination erzeugt dadurch einen synergistischen Effekt. CBD und CBG werden häufig gemeinsam in Ölen oder CBD-Blüten angeboten. Diese Produkte enthalten zudem weitere Verbindungen mit positiven Eigenschaften für den Körper, wie Flavonoide und Terpene. Quellen: [1] „What is CBG (Cannabigerol)?", Leaf Science, 26. April 2017https://www.leafscience.com/2017/04/26/what-is-cbg-cannabigerol/ [2] Brierley, Daniel I et al. „Cannabigerol is a novel, well-tolerated appetite stimulant in pre-satiated rats." Psychopharmacology vol. 233,19-20 (2016): 3603-13. doi:10.1007/s00213-016-4397-4 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5021742/ [3] Appendino, Giovanni et al. „Antibacterial cannabinoids from Cannabis sativa: a structure-activity study." Journal of natural products vol. 71,8 (2008): 1427-30. doi:10.1021/np8002673 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18681481/ [4] Karas, John A et al. „The Antimicrobial Activity of Cannabinoids." Antibiotics (Basel, Switzerland) vol. 9,7 406. 13 Jul. 2020, doi:10.3390/antibiotics9070406 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7400265/ [5] Borrelli, Francesca et al. „Colon carcinogenesis is inhibited by the TRPM8 antagonist cannabigerol, a Cannabis-derived non-psychotropic cannabinoid." Carcinogenesis vol. 35,12 (2014): 2787-97. doi:10.1093/carcin/bgu205 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25269802/ [6] Lah, Tamara T et al. „Cannabigerol Is a Potential Therapeutic Agent in a Novel Combined Therapy for Glioblastoma." Cells vol. 10,2 340. 5 Feb. 2021, doi:10.3390/cells10020340 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7914500/ "> Auch interessant: Alles über CBD Warum unterscheiden sich CBD und CBG? CBD gilt als wichtiges Cannabinoid, während CBG als Nebencannabinoid eingestuft wird. Das bedeutet schlicht: Die Cannabispflanze enthält deutlich mehr CBD als CBG. Doch das ist nicht alles: CBD und CBG haben unterschiedliche Molekülstrukturen – das heißt, die Atome, aus denen sie bestehen, sind verschieden angeordnet. Und genau diese Molekülstruktur beeinflusst, wie sich die jeweilige Verbindung im Körper verhält. Beide interagieren zwar mit den CB1- und CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems, tun dies aber auf leicht unterschiedliche Weise – weshalb jedes der beiden seine eigenen spezifischen Eigenschaften besitzt. Zur Erinnerung: Das Endocannabinoid-System spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung physiologischer Funktionen wie Stress, Immunreaktionen, Schmerzverarbeitung und vielem mehr. Welche Vorteile hat CBG gegenüber CBD? Anders als CBD rückt CBG erst seit Kurzem ins Blickfeld und wurde bislang noch nicht ausreichend erforscht. Aufgrund ihrer ähnlichen molekularen Struktur geht man davon aus, dass CBG und CBD vergleichbare Wirkungsprofile haben – etwa bei der Unterstützung bei Stress und Angstgefühlen sowie bei Entzündungsreaktionen. CBG könnte jedoch auch Eigenschaften besitzen, die ihm ganz eigen sind. Auf Basis der bislang vorliegenden Ergebnisse könnten potenzielle Vorteile Folgendes umfassen: - Anregung des Appetits[2]. - Unterstützung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen: durch Abschwächung der Entzündungsreaktion im Darm[3]. - Neuroprotektive Eigenschaften: Präklinische Studien deuten darauf hin, dass CBG stärkere neuroprotektive Effekte zeigen könnte als CBD. Zur Erinnerung: Neuroprotektiva sind Substanzen, die Nervenzellen vor Degeneration schützen – etwa durch Alter, oxidativen Stress, Traumata oder genetische Veranlagung. - Antibiotische Eigenschaften[4] – insbesondere gegen bestimmte Bakterienstämme wie methicillinresistenter Staphylococcus aureus (MRSA). - Antikarzinogene Eigenschaften[5][6]. CBG könnte damit interessant sein bei bakteriellen Infektionen oder Appetitverlust. Die aktuellen Studien sind vielversprechend, reichen jedoch noch nicht aus, um die Wirkungsweise von CBG im Körper vollständig zu verstehen. Weitere Forschung – insbesondere klinische Studien am Menschen – ist notwendig. CBG und CBD: Warum sie kombinieren? Da CBG in der Cannabispflanze nur in sehr geringen Mengen vorkommt, ist es selten und entsprechend teurer. Deshalb wird es üblicherweise mit anderen Cannabinoiden kombiniert. Das könnte sich in den kommenden Jahren aber ändern, denn Forschung und Innovation ermöglichen die Entwicklung neuer Cannabissorten mit gezielt erhöhten Konzentrationen eines bestimmten Cannabinoids (CBD, CBG, THC usw.). Vor allem aber lässt sich durch die Kombination von Cannabinoiden deren Wirkung optimieren – das nennt man den „Entourage-Effekt". CBG und CBD ergänzen sich in ihren Eigenschaften und interagieren auf unterschiedliche Weise mit dem Endocannabinoid-System. Ihre Kombination erzeugt dadurch einen synergistischen Effekt. CBD und CBG werden häufig gemeinsam in Ölen oder CBD-Blüten angeboten. Diese Produkte enthalten zudem weitere Verbindungen mit positiven Eigenschaften für den Körper, wie Flavonoide und Terpene. Quellen: [1] „What is CBG (Cannabigerol)?", Leaf Science, 26. April 2017https://www.leafscience.com/2017/04/26/what-is-cbg-cannabigerol/ [2] Brierley, Daniel I et al. „Cannabigerol is a novel, well-tolerated appetite stimulant in pre-satiated rats." Psychopharmacology vol. 233,19-20 (2016): 3603-13. doi:10.1007/s00213-016-4397-4 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5021742/ [3] Appendino, Giovanni et al. „Antibacterial cannabinoids from Cannabis sativa: a structure-activity study." Journal of natural products vol. 71,8 (2008): 1427-30. doi:10.1021/np8002673 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18681481/ [4] Karas, John A et al. „The Antimicrobial Activity of Cannabinoids." Antibiotics (Basel, Switzerland) vol. 9,7 406. 13 Jul. 2020, doi:10.3390/antibiotics9070406 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7400265/ [5] Borrelli, Francesca et al. „Colon carcinogenesis is inhibited by the TRPM8 antagonist cannabigerol, a Cannabis-derived non-psychotropic cannabinoid." Carcinogenesis vol. 35,12 (2014): 2787-97. doi:10.1093/carcin/bgu205 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25269802/ [6] Lah, Tamara T et al. „Cannabigerol Is a Potential Therapeutic Agent in a Novel Combined Therapy for Glioblastoma." Cells vol. 10,2 340. 5 Feb. 2021, doi:10.3390/cells10020340 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7914500/ ">
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Eine Cannabispflanze produziert mehr als hundert Cannabinoide, von denen THC und CBD die bekanntesten sind. In letzter Zeit haben neue Moleküle an Popularität gewonnen und stehen zunehmend im Fokus der Aufmerksamkeit. Dazu gehört CBG, auch Cannabigerol genannt, das häufig zusammen mit CBD auftaucht. Worin unterscheiden sie sich? Kann man sie zusammen nehmen? Hier erfährst du alles, was du wissen musst.


CBD und CBG im Überblick

Beim Recherchieren zu einem CBD-Produkt bist du vielleicht schon auf den Begriff „CBG" gestoßen. Auch dabei handelt es sich um ein Molekül aus der Cannabispflanze. Genau wie CBD hat es keine psychoaktive Wirkung und verursacht keinen Rausch. Außerdem ist es in Deutschland legal und macht nicht abhängig. Aber was unterscheidet die beiden voneinander?

  • CBG – das Mutter-Cannabinoid

CBG hat eine Besonderheit: Es ist das „Ausgangs"-Cannabinoid, aus dem andere Cannabinoide entstehen – darunter CBD, THC und CBN. Da es das erste Molekül ist, das die Pflanze produziert, wird es aus jungen Cannabistrieben gewonnen. Im Laufe des Reifeprozesses wandelt sich CBG schrittweise in CBD und THC um[1]. Ausgewachsene Cannabispflanzen enthalten daher in der Regel weniger als 0,1 % CBG.

  • CBD – das am häufigsten vorkommende Cannabinoid

CBD (Cannabidiol) ist in der Cannabispflanze in hoher Konzentration vorhanden. Es wird seit Jahren intensiv erforscht und zeigt vielversprechende Ergebnisse, unter anderem in Bezug auf Angstgefühle, Schlafstörungen sowie die Unterstützung bei Schmerz- und Entzündungsreaktionen.

> Auch interessant: Alles über CBD

Warum unterscheiden sich CBD und CBG?

CBD gilt als wichtiges Cannabinoid, während CBG als Nebencannabinoid eingestuft wird. Das bedeutet schlicht: Die Cannabispflanze enthält deutlich mehr CBD als CBG.

Doch das ist nicht alles: CBD und CBG haben unterschiedliche Molekülstrukturen – das heißt, die Atome, aus denen sie bestehen, sind verschieden angeordnet. Und genau diese Molekülstruktur beeinflusst, wie sich die jeweilige Verbindung im Körper verhält. Beide interagieren zwar mit den CB1- und CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems, tun dies aber auf leicht unterschiedliche Weise – weshalb jedes der beiden seine eigenen spezifischen Eigenschaften besitzt.

Zur Erinnerung: Das Endocannabinoid-System spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung physiologischer Funktionen wie Stress, Immunreaktionen, Schmerzverarbeitung und vielem mehr.


Welche Vorteile hat CBG gegenüber CBD?

Anders als CBD rückt CBG erst seit Kurzem ins Blickfeld und wurde bislang noch nicht ausreichend erforscht. Aufgrund ihrer ähnlichen molekularen Struktur geht man davon aus, dass CBG und CBD vergleichbare Wirkungsprofile haben – etwa bei der Unterstützung bei Stress und Angstgefühlen sowie bei Entzündungsreaktionen.

CBG könnte jedoch auch Eigenschaften besitzen, die ihm ganz eigen sind. Auf Basis der bislang vorliegenden Ergebnisse könnten potenzielle Vorteile Folgendes umfassen:

- Anregung des Appetits[2].

- Unterstützung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen: durch Abschwächung der Entzündungsreaktion im Darm[3].

- Neuroprotektive Eigenschaften: Präklinische Studien deuten darauf hin, dass CBG stärkere neuroprotektive Effekte zeigen könnte als CBD. Zur Erinnerung: Neuroprotektiva sind Substanzen, die Nervenzellen vor Degeneration schützen – etwa durch Alter, oxidativen Stress, Traumata oder genetische Veranlagung.

- Antibiotische Eigenschaften[4] – insbesondere gegen bestimmte Bakterienstämme wie methicillinresistenter Staphylococcus aureus (MRSA).

- Antikarzinogene Eigenschaften[5][6].

CBG könnte damit interessant sein bei bakteriellen Infektionen oder Appetitverlust. Die aktuellen Studien sind vielversprechend, reichen jedoch noch nicht aus, um die Wirkungsweise von CBG im Körper vollständig zu verstehen. Weitere Forschung – insbesondere klinische Studien am Menschen – ist notwendig.


CBG und CBD: Warum sie kombinieren?

Da CBG in der Cannabispflanze nur in sehr geringen Mengen vorkommt, ist es selten und entsprechend teurer. Deshalb wird es üblicherweise mit anderen Cannabinoiden kombiniert. Das könnte sich in den kommenden Jahren aber ändern, denn Forschung und Innovation ermöglichen die Entwicklung neuer Cannabissorten mit gezielt erhöhten Konzentrationen eines bestimmten Cannabinoids (CBD, CBG, THC usw.).

Vor allem aber lässt sich durch die Kombination von Cannabinoiden deren Wirkung optimieren – das nennt man den „Entourage-Effekt". CBG und CBD ergänzen sich in ihren Eigenschaften und interagieren auf unterschiedliche Weise mit dem Endocannabinoid-System. Ihre Kombination erzeugt dadurch einen synergistischen Effekt.

CBD und CBG werden häufig gemeinsam in Ölen oder CBD-Blüten angeboten. Diese Produkte enthalten zudem weitere Verbindungen mit positiven Eigenschaften für den Körper, wie Flavonoide und Terpene.

Quellen:

[1] „What is CBG (Cannabigerol)?", Leaf Science, 26. April 2017
https://www.leafscience.com/2017/04/26/what-is-cbg-cannabigerol/

[2] Brierley, Daniel I et al. „Cannabigerol is a novel, well-tolerated appetite stimulant in pre-satiated rats." Psychopharmacology vol. 233,19-20 (2016): 3603-13. doi:10.1007/s00213-016-4397-4 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5021742/

[3] Appendino, Giovanni et al. „Antibacterial cannabinoids from Cannabis sativa: a structure-activity study." Journal of natural products vol. 71,8 (2008): 1427-30. doi:10.1021/np8002673 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18681481/

[4] Karas, John A et al. „The Antimicrobial Activity of Cannabinoids." Antibiotics (Basel, Switzerland) vol. 9,7 406. 13 Jul. 2020, doi:10.3390/antibiotics9070406 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7400265/

[5] Borrelli, Francesca et al. „Colon carcinogenesis is inhibited by the TRPM8 antagonist cannabigerol, a Cannabis-derived non-psychotropic cannabinoid." Carcinogenesis vol. 35,12 (2014): 2787-97. doi:10.1093/carcin/bgu205 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25269802/

[6] Lah, Tamara T et al. „Cannabigerol Is a Potential Therapeutic Agent in a Novel Combined Therapy for Glioblastoma." Cells vol. 10,2 340. 5 Feb. 2021, doi:10.3390/cells10020340 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7914500/

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