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CBD (Cannabidiol), eine nicht-psychoaktive Verbindung aus der Cannabispflanze, stößt zunehmend auf Interesse wegen seines möglichen Potenzials – unter anderem im Zusammenhang mit Migräne. Obwohl wissenschaftliche Studien zu diesem Thema noch begrenzt sind, zeigen einige Voruntersuchungen vielversprechende Ergebnisse bei der Linderung migränebedingter Symptome. Erfahre hier mehr darüber.

Was ist Migräne?

Migräne ist gekennzeichnet durch starke, wiederkehrende Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen. Sie beruht auf einem neurovaskulären Phänomen und betrifft etwa 15 % der Weltbevölkerung. Ursächlich ist eine abnorme neuronale Erregbarkeit, die mit genetischen und umweltbedingten Faktoren zusammenhängen kann.

Die Schmerzen während eines Migräneanfalls entstehen in der Folge einer Erweiterung der Hirngefäße, insbesondere der Arterien in den Meningen (den Schutzschichten des Gehirns).

Verschiedene Faktoren können einen Migräneanfall auslösen – und diese unterscheiden sich von Person zu Person:

  • Der Konsum bestimmter Lebensmittel oder anregender Getränke (Schokolade, Wurstwaren, Tabak, Kaffee, Alkohol);
  • Sensorische Reize wie Lärm, bestimmte Gerüche oder Licht;
  • Stress oder unregelmäßiger Schlaf;
  • Hormonelle Faktoren, insbesondere bei Frauen durch einen starken Abfall des Östrogenspiegels gegen Ende des Menstruationszyklus. Diese als „katamenial" oder „menstruell" bekannten Kopfschmerzen treten meist einige Tage vor oder nach Beginn der Regelblutung auf. Diese Form der Migräne tritt selten allein auf und ist häufig mit weiteren Faktoren außerhalb der Menstruationsphase verbunden;
  • Wetterbedingungen mit einem starken Abfall des Luftdrucks.

Manchmal kann einer Migräne neurologische Vorzeichen vorausgehen, die als „Aura" bezeichnet werden. Diese Zeichen entwickeln sich innerhalb weniger Minuten und können 30 Minuten bis eine Stunde vor dem eigentlichen Anfall anhalten (Sehstörungen, Empfindungsstörungen, Sprachstörungen, Gleichgewichtsprobleme, Schwindel usw.).

Heutige Behandlungen umfassen nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) und Triptane zur Schmerzlinderung. Bei wiederkehrenden und stark beeinträchtigenden Migräneanfällen kann eine Prophylaxe verordnet werden, um die Anfallshäufigkeit zu reduzieren. Diese Optionen sind jedoch nicht immer wirksam und können Nebenwirkungen mit sich bringen.

Wie kann CBD bei migränebedingten Symptomen unterstützen?

CBD interagiert mit dem Endocannabinoid-System, einem Netzwerk aus Rezeptoren und Neurotransmittern, das wichtige Funktionen wie Schmerzwahrnehmung, Entzündungsreaktionen und Stimmung reguliert. Studien weisen darauf hin, dass das Endocannabinoid-System eine Schlüsselrolle bei der Steuerung von Schmerzreaktionen spielt und dass ein Ungleichgewicht in diesem System möglicherweise mit Migräne in Zusammenhang steht.

Eine 2018 in Frontiers in Neurology veröffentlichte Studie deutete darauf hin, dass CBD Schmerzen und Entzündungen – zwei bei Migräne relevante Faktoren – möglicherweise beeinflussen kann. Darüber hinaus zeigen Untersuchungen, dass CBD auch auf Serotonin einwirkt, einen Neurotransmitter, der bei Migräne eine Rolle spielt, indem es den Serotoninspiegel im Gehirn mitreguliert. Diese Wechselwirkung könnte erklären, warum CBD potenziell dazu beitragen kann, Migräneanfälle abzumildern.

Auch wenn großangelegte klinische Studien noch ausstehen, sind einige Voruntersuchungen ermutigend. Eine 2016 in Pharmacotherapy veröffentlichte Studie zeigte, dass Menschen mit chronischer Migräne, die cannabisbasierte Produkte (mit sowohl THC als auch CBD) nutzten, eine um 40 % reduzierte Anfallshäufigkeit berichteten.

Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass der Großteil der verfügbaren Forschung auf Kombinationspräparaten aus THC und CBD basiert – nicht auf CBD allein. Das bedeutet, dass die beobachteten Effekte zum Teil dem THC zuzuschreiben sein könnten, was die Notwendigkeit von spezifischen Studien zu reinem CBD unterstreicht.

Wie kann man CBD bei Migräne einsetzen?

Eine der gebräuchlichsten Formen, um migränebedingte Symptome mit CBD zu begleiten, ist das CBD-Öl, das sublingual eingenommen werden kann (1 bis 2 Tropfen unter die Zunge). Diese Methode ermöglicht eine schnelle Aufnahme und eine vergleichsweise zügige Wirkung.

Aromatisiert oder natur – CBD-Öl ist in verschiedenen Konzentrationen (von 5 % bis 40 %) erhältlich, um sowohl leichte als auch stärkere Beschwerden zu begleiten. Nutze unseren automatischen Dosierungsrechner, um die passende CBD-Menge für dich zu finden.

> Auch lesenswert: Wie wählt man sein CBD-Öl aus?

Quellen:

[1] Baron, E. P. (2018). Medicinal Properties of Cannabinoids, Terpenes, and Flavonoids in Cannabis and Benefits in Migraine, Headache, and Pain: An Update on Current Evidence and Cannabis Science. Frontiers in Neurology, 9, 420. DOI: 10.3389/fneur.2018.00420

[2] Rhyne, D. N., Anderson, S. L., Gedde, M., & Borgelt, L. M. (2016). Effects of Medical Marijuana on Migraine Headache Frequency in an Adult Population. Pharmacotherapy: The Journal of Human Pharmacology and Drug Therapy, 36(5), 505-510. DOI: 10.1002/phar.1673


[3] Russo, E. B. (2016). Clinical Endocannabinoid Deficiency (CECD): Can this Concept Explain Therapeutic Benefits of Cannabis in Migraine, Fibromyalgia, Irritable Bowel Syndrome and other Treatment-Resistant Conditions? Neuro Endocrinology Letters, 29(2), 192-200.

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